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9. Juni 2026

Latein-Klassen unterwegs

Römische Villa Borg

Am 3. Juni besuchten die Lateinschülerinnen und -schüler der 8. Jahrgangsstufe die römische Villa in Borg. Die Exkursion bot einen lebendigen Einblick in das Alltagsleben in einer villa rustica und machte Geschichte erfahrbar.

Besonders eindrücklich war die Erlebnisführung durch einen römischen Legionär, der uns mit lebendigen (auch lateinischen!) Erzählungen über das Anwesen führte und viele Aspekte des Alltagslebens anschaulich erklärte. So durfte die Klasse beispielsweise den großen Badebereich der Villa besichtigen: caldarium (Warmbad) und frigidarium (Kaltbad) zeigten, wie wichtig Körperpflege, aber auch geselliges Beisammensein damals waren. Ebenso spannend war es, einen Blick unter den Fußboden zu werfen, wo man den Nachbau der Hypokaustenheizung sehen konnte. Dieses frühe System zur Boden- und Wandbeheizung zeigt einmal mehr, wie fortschrittlich römische Technik sein konnte. Die Führung führte weiter durch die imposanten Nutz- und Ziergärten, in denen bis heute Heilpflanzen, Kräuter und Ziergewächse angebaut werden. In der Küche erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in Zubereitung und Vorratshaltung. So wurde deutlich, wie eng Wohnen, Wirtschaft und Gartenbau miteinander verbunden waren.

Der Besuch in der Villa Borg war eine lebendige Ergänzung zum Lateinunterricht: Technik, Alltagskultur und Baukunst der Römer wurden praxisnah vermittelt, sodass wir mit vielen neuen Eindrücken zurückkehrten.

Ein besonderes Dankeschön gilt dem Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums Konz, der sich dazu bereit erklärt hat, die Kosten für den Eintritt sowie die Erlebnisführung zu übernehmen.

Besuch im Amphitheater und im Landesmuseum Trier

Die Lateinschülerinnen und -schüler der 6. Jahrgangsstufe unternahmen einen spannenden Ausflug nach Trier. Zahlreiche Aspekte der Römerzeit konnten in der ROMA SECVUNDA lebendig und praxisnah vermittelt werden. 

Bei einer interaktiven Rallye durch das Amphitheater lösten die Kinder in Kleingruppen spannende Aufgaben und stellten sich sportlichen Herausforderungen. Die Kombination aus Knobeln und körperlicher Aktivität sorgte dabei für viel Teamgeist und Spaß. Besonders spannend und auch etwas unheimlich war es, die unterirdischen Gänge zu erkunden, in denen einst Tiere und Requisiten vorbereitet wurden.

Im Anschluss daran führte uns eine fachkundige Führung zum Thema „Alltagsleben im antiken Trier“ durch das Landesmuseum. Zu erfahren, wie man mittels einer Baumscheibe den Bau der Römerbrücke und somit auch das Jahr der Stadtgründung datieren konnte, ließ die Schüler staunen. Unter den zahlreichen weiteren Ausstellungsstücken war der Trierer Goldschatz für die jungen Lateiner besonders interessant. Aber auch die Erfahrung zu machen, bereits nach dem erstenLernjahr kurze Inschriften übersetzen zu können, kann als schöner Erfolg für die Klasse verzeichnet werden. Als besonderer Höhepunkt beeindruckte schließlich das Polydus-Mosaik, das den Kindern aus dem Lateinbuch bekannt war und nun live betrachtet werden konnte. Die imposante Größe sowie die detailreiche künstlerische Ausgestaltung beeindruckten nachhaltig. 

Der Besuch im „Rom des Nordens“ war eine lebendige Ergänzung zum Lateinunterricht und so kehrten wir mit zahlreichen schönen Erlebnissen und spannenden Informationen zurück.

I. Schuh, K. Sturm