Das hier beschriebene MINT-Konzept (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ist Bestandteil des fest beschlossenen, verbindlichen und dauerhaften Orientierungsrahmens der MINT-Fachschaften am Gymnasium Konz, welcher auf eine umfassende, lebensnahe und nachhaltige MINT-Förderung abzielt. Da die Förderung der MINT-Fächer bzw. des MINT-Unterrichts am Gymnasium Konz folglich auf den drei großen bzw. zentralen Säulen des Schulprofils basiert (-> umfassend, lebensnah, nachhaltig), ist das MINT-Konzept schlüssig in das Schulprogramm eingebunden.

 

1. Koordination der MINT-Förderung am Gymnasium Konz


Am Gymnasium Konz wird die Förderung der MINT-Fächer bzw. des MINT-Unterrichts mit besonderem Engagement vorangetrieben und in regelmäßigen Abständen evaluiert. Die MINT-Förderung und ihre Evaluation werden dabei von der schuleigenen MINT-Steuergruppe koordiniert, ebenso die Erstellung einer MINT-Schuljahresplanung. Die MINT-Steuergruppe setzt sich aus der bzw. dem MINT-Beauftragten und den Fachkonferenzleiterinnen bzw. Fachkonferenzleitern der MINT-Fachschaften zusammen, kann aber auch auf freiwilliger Basis durch die Mitarbeit weiterer MINT-interessierter Kolleginnen und Kollegen beratend unterstützt werden. Zwischen der MINT-Steuergruppe und der Schulleitung besteht ein stetiger Informationsaustausch und eine enge Zusammenarbeit.

 

2. Leitlinien der MINT-Förderung am Gymnasium Konz


a. Handelnder Umgang mit Wissen -> Kompetenzzuwachs

Der klassische Weg der in den MINT-Fachdisziplinen etablierten Erkenntnisgewinnung, bestehend aus prägnanter Problemformulierung, zielgerichteter Hypothesenbildung und (experimenteller) Hypothesenüberprüfung (Verifikation, Falsifikation), erfordert in hohem Maße einen handelnden Umgang mit Wissen, wodurch sich zahlreiche didaktisch-methodische Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung ergeben, die dem Anspruch einer umfassenden, lebensnahen und nachhaltigen Förderung fachspezifischer und fachübergreifender Kompetenzen gerecht werden. Aus diesem Grund steht am Gymnasium Konz das problemorientierte, hypothesengeleitete und experimentelle Arbeiten im Mittelpunkt des MINT-Unterrichts. Es geht darum, gezielte Fragen (an die Natur) zu stellen, diese zu beantworten und hierdurch zu neuem Wissen zu gelangen.
Insbesondere im Zusammenhang der Fragehaltung gegenüber der Natur (Biologie, Chemie, Physik) wird am Gymnasium Konz verstärkt die vorteilhafte Situation für den MINT-Unterricht ausgenutzt, dass es sich um eine Schule im Grünen handelt, die eine interdisziplinäre Untersuchung verschiedener Umweltkompartimente und Naturphänomene in unmittelbarer Nähe zum Schulgebäude erlaubt (z. B. Freilandstudien in Wäldern, Weinbergen und Fledermaushöhlen, Gewässer- und Bodenuntersuchungen, Wetteruntersuchungen), wodurch kontextorientierte, ganzheitliche und lebensnahe Lernprozesse in besonderem Maße gefördert werden.
Da sich eine Lebensweltorientierung in aller Regel positiv auf den Lernprozess von Schülerinnen und Schülern auswirkt, richten die MINT-Fächer am Gymnasium Konz ihren Unterricht an sinnstiftenden Kontexten aus. Hierdurch ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten zum ganzheitlichen Lernen, wobei bedeutende kognitive, psychomotorische und affektive Lernziele erreicht werden, was letztlich der so genannten "Goldenen Regel" von COMENIUS gerecht wird, "alles, so weit wie möglich, den Sinnen zugänglich zu machen", und dem Leitspruch von PESTALOZZI entspricht: "Lernen mit Kopf (Denken), Herz (Fühlen) und Hand (Handeln)".

b. Interdisziplinarität -> Wissensvernetzung -> Kompetenzzuwachs

Problemlösendes Arbeiten in den MINT-Fächern erfordert häufig eine interdisziplinäre Herangehensweise. Hierdurch ergeben sich - neben der vertikalen Vernetzung von Wissen - zahlreiche Möglichkeiten der horizontalen Wissensvernetzung, wodurch ein überaus wichtiger Beitrag zur Kompetenzförderung geleistet wird. Aus diesem Grund fördern die MINT-Fachschaften am Gymnasium Konz in wechselseitiger Absprache die Bearbeitung interdisziplinärer Fragestellungen und die Einübung entsprechender Arbeitsweisen, wobei eine möglichst hohe Verzahnung von Theorie und Praxis realisiert werden soll.

c. Kompetenzzuwachs -> Schlüsselqualifikationen -> Allgemeinbildung, (Studierfähigkeit)

Die in den beiden vorausgehenden Abschnitten angesprochene, von den MINT-Fächern forcierte Kompetenzförderung leistet letztlich einen Beitrag zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen (Selbstreflexion, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Organisationskompetenz, Projekt- und Produktbezogenheit), die als solides Fundament einer umfassenden und nachhaltigen Allgemeinbildung (und einer allgemeinen Studierfähigkeit) zu betrachten sind. Dabei wird verstärkt das Ziel verfolgt, Schülerinnen und Schüler für die Wahl von MINT-Berufen und MINT-Studiengängen zu motivieren, um so beispielsweise dem ausgeprägten Fachkräftemangel im MINT-Bereich entgegenzuwirken.

 

mintkonzept

 Logo zum MINT-Konzept am Gymnasium Konz (Zeichnungen nach Winkel 1980)

Dateien:
Flyer - MINT 160128 Beliebt
Datum 28.01.2016 Dateigröße 235.6 KB Download 441 Download

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