Übergang von der Grundschule zum Gymnasium
Nachdem Ihr Kind die Grundschule erfolgreich abgeschlossen hat und Sie eine Empfehlung der Klassenlehrerin Ihres Kindes erhalten haben, können Sie Ihr Kind an unserem Gymnasium anmelden.
Vor den Anmeldezeiten im Februar (s. § 12 der Schulordnung) informieren wir Sie an einem Abend im Oktober zusammen mit der Realschule plus ausführlich über unsere Schulkonzepte und unsere Leitideen. Dazu erhalten Sie über Ihre Grundschule eine Einladung.
Außerdem findet im Herbst ein „Tag der offenen Tür“ in unserer Schule statt. An diesem Samstagmorgen stellt sich das Gymnasium mit seinen Fächern vor. Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer sowie die Schulleitung stehen für Fragen zur Verfügung. Die Kinder bekommen in spielerischer Weise einen ersten Einblick in ihre Unterrichtsfächer am Gymnasium. Auch hierfür erhalten Sie über die Grundschule und die Presse eine Einladung.
So hoffen wir, dass Sie gut informiert Ihre Entscheidung treffen können.


Die ersten beiden Jahre am Gymnasium, 5. und 6. Klassenstufe
§ 18  Pädagogische Einheit der Orientierungsstufe,  aus: Schulordnung für die öffentlichen Realschulen plus, Integrierten Gesamtschulen, Gymnasien, Kollegs und Abendgymnasien
(Übergreifende Schulordnung) Vom 12. Juni 2009
Die Klassenstufen 5 und 6 der Realschule plus, des Gymnasiums und der Integrierten Gesamtschule bilden die Orientierungsstufe. Die Orientierungsstufe ist eine pädagogische Einheit. Sie hat das Ziel, in einem Zeitraum der Erprobung, der Förderung und der Beobachtung in Zusammenarbeit mit den Eltern die Entscheidung über die geeignete Schullaufbahn zu sichern und die Schülerinnen und Schüler in die Lernschwerpunkte und Lernanforderungen der Sekundarstufe I einzuführen. Der Unterricht wird im Klassenverband erteilt. Dabei wird durch innere Differenzierung (…) auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler eingegangen. Ergänzungsunterricht zur individuellen Förderung kann befristet eingerichtet werden. Zwischen den Klassenstufen findet keine Versetzung statt.
So beginnt der 4. Abschnitt zur Orientierungsstufe der Schulordnung für Rheinland-Pfalz. Er gibt den Schülern und den Schülerinnen die Zeit, die sie brauchen, um sich mit dem neuen Schulsystem auseinanderzusetzen und sich einzugewöhnen, denn es ist viel Neues (Fächer, Lehrer, neue Anforderungen, ein großes Gebäude), was auf die Kinder zukommt.
Bereits bei der Einteilung der Klassen wird darauf geachtet, dass dem Wunsch des Schülers, zusammen mit einem Freund in eine Klasse zu kommen, stattgegeben wird. Dieser Wunsch, der auf Gegenseitigkeit beruhen sollte und berücksichtigen muss, dass der Freund dieselbe Sprachenwahl getroffen hat und in derselben Schulform ist (Halbtags- oder Ganztagsschule), kann in der Regel erfüllt werden.
Um Ihrem Kind den Übergang zu erleichtern, setzen wir den Klassenlehrer mit möglichst vielen Stunden in seiner 5. Klasse ein. In der gesamten Orientierungsstufe hat er zu seiner freien Verfügung eine sogenannte Tutorenstunde. Sie kann genutzt werden, um sich die Sorgen und Anregungen der Schüler anzuhören, gemeinschaftsfördernde Aktionen durchzuführen, Wandertage zu planen, Klassengeschäfte zu erledigen,…. In diesen Stunden wird auch das Lernen von Methoden integriert.
Außerdem bekommt jede Klasse mehrere Paten – ältere Schüler, die  von Kollegen auf ihre Aufgabe vorbereitet worden sind – zur Seite gestellt. Sie betreuen v.a. in den ersten Tagen des neuen Schuljahres die Kleinen intensiv, so dass sich niemand verloren fühlen muss. Auch im weiteren Verlauf der Orientierungsstufe sind die Paten für die Schüler Ansprechpartner. Sie führen verschiedene Aktivitäten (Basteln, Backen,...) mit den Klassen durch und begleiten sie teilweise auf Klassenfahrten.
Die Kinder fühlen sich in der Regel schnell wohl an unserer Schule, auch dadurch dass sich das gesamte Klima am Gymnasium Konz, wie uns schon häufig von Außenstehenden bestätigt wurde, durch eine gute Atmosphäre, offener Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber jedem auszeichnet. Grundlegend für den Umgang miteinander ist unsere Schulvereinbarung, die Sie mit weiteren Informationen im Frühjahr vor der Einschulung zugeschickt bekommen.
Vor dem 1. Schultag
Nach der Anmeldung bekommen Sie im Mai/Juni die Klasseneinteilung mitgeteilt, die Bücherliste, Informationen zu der Lehrbuchausleihe und dem Ablauf des 1. Schultages.
Wenn Sie an der Lehrbuchausleihe teilnehmen, bekommt Ihr Kind das Bücherpaket am ersten Schultag. Ebenso werden die Fahrkarten, wenn beantragt, an diesem Tag ausgeteilt.


Kommunikation zwischen Erziehungsberechtigten und Schule
Die Verbindung zwischen Schule und Elternhaus ist uns sehr wichtig. Wenn es für Sie einen Anlass für ein Gespräch gibt, wenden Sie sich bitte an das Sekretariat. Die Damen werden Ihnen einen Termin nennen, an dem Sie Kollegen, gegebenenfalls die Schulleitung erreichen können. Halten Sie bitte den korrekten Weg ein: Wenn Ihr Kind Schwierigkeiten in einem Fach hat, ist der Fachlehrer zuständig. Bei pädagogischen Problemen wenden Sie sich an den Klassenlehrer. Darüber hinausgehende Fragen können Sie an die Orientierungsstufenleitung, bzw. Schulleitung richten.
Außerdem können Sie die Lehrer Ihrer Klasse am Elternsprechtag sprechen. Für die 5. Klassenstufe findet er bereits im November statt, damit die Eltern frühzeitig über den Leistungsstand Ihres Kindes informiert sind. Ab der 6.Klassenstufe wird er zeitnah nach dem Halbjahreszeugnis angesetzt.
Wenn von Seiten der Lehrer Kommunikationsbedarf besteht, werden verschiedene Wege genutzt: - das Hausaufgabenbuch, das jeder Schüler führt; - ein Telefonat oder ein Elternbrief;   - ein persönliches Gespräch (im 1. Elternbrief werden die Sprechstunden der Lehrer veröffentlicht).

Stundentafel

Die Stundentafel gibt einen zeitlichen Rahmen für den Umfang des Unterrichts in den einzelnen Fächern für die Sekundarstufe I. Die Stundenansätze für die Klassen 5 und 6 sowie die Klassen 7 bis 9/10 werden zusammengefasst. Innerhalb dieses Rahmens legen die Schulen in eigener Verantwortung die Verteilung der Wochenstunden auf die einzelnen Fächer oder Fachbereiche und Klassenstufen fest.

gyk stundentafel os 151109

 

Sollte ihr Kind Schwierigkeiten hinsichtlich seiner Leistungen bekommen, so wird der Fach- oder/und der Klassenlehrer sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Dazu müssen Sie grundsätzlich folgenden Paragraphen der Schulordnung kennen:


§ 20
Schullaufbahnentscheidung am Ende der schulartabhängigen Orientierungsstufe
von Realschule plus und Gymnasium
(1) Am Ende der Orientierungsstufe erhalten die Schülerinnen und Schüler, denen ein Wechsel der Schullaufbahn zu raten ist, eine Empfehlung der Klassenkonferenz. Den Eltern ist zuvor Gelegenheit zu einem Gespräch zu geben.
(2) Grundlage der Schullaufbahnempfehlung sind das Lernverhalten und die Leistungen unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der Schülerin oder des Schülers in der Orientierungsstufe. … Die Klassenkonferenz des Gymnasiums kann den Besuch der Realschule plus empfehlen. Wird dieser Empfehlung gefolgt, entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter der Realschule plus auf der Grundlage der Leistungen im Gymnasium und nach einem Aufnahmegespräch über die Einstufung. Widersprechen die Eltern dieser Einstufung, ist ihr Wunsch zu berücksichtigen. Die Klassenkonferenz entscheidet nach einer Beobachtung von mindestens sechs Wochen nach Unterrichtsbeginn, spätestens nach einem halben Schuljahr endgültig.
 (4) Bei einer Versetzung kann, auch bei abweichender Empfehlung, das Gymnasium weiter besucht werden. Bei Nichtversetzung kann die Klassenstufe 6 weiter besucht werden, es sei denn, es wurde sowohl nach der Klassenstufe 5 (§ 19 Abs. 1 und 2) als auch nach der Klassenstufe 6 die Empfehlung ausgesprochen, statt des Gymnasiums die Realschule plus zu besuchen; in diesem Fall wird die Realschule plus oder im Rahmen der Kapazität eine Integrierte Gesamtschule besucht (§ 54 Abs. 3 Satz 1 SchulG). Die Schülerin oder der Schüler tritt in die Klassenstufe 7 der Realschule plus oder der Integrierten Gesamtschule ein. Die Schulleiterin oder der Schulleiter der Realschule plus oder der Integrierten Gesamtschule entscheidet auf der Grundlage des Leistungsbildes über die Einstufung (§ 25 Abs. 1 Satz 1 und 2 und § 27 Abs. 1).
(5) Die Versetzungsentscheidung wird zusammen mit einer etwaigen Schullaufbahnempfehlung mindestens 14 Unterrichtstage vor Beginn der Sommerferien den Eltern schriftlich mitgeteilt. Folgen die Eltern der Empfehlung, so melden sie ihr Kind spätestens acht Unterrichtstage vor Beginn der Sommerferien an der von ihnen gewählten Schule an und setzen die bisher besuchte Schule von der Anmeldung in Kenntnis; sie legen bei der Anmeldung die Schullaufbahnempfehlung und das Zeugnis vor. Die bisher besuchte Schule und die von den Eltern gewählte Schule bieten eine Beratung zur Schullaufbahnwahl an.
Doch, bevor die Orientierungsstufe zu Ende geht, begleiten Sie Ihr Kind motivierend und interessiert durch den Schulalltag. Ihr Interesse bedeutet Wertschätzung der Arbeit Ihres Kindes und der Schule. Eine negative Einstellung gegenüber der Schule bringt Ihr Kind in eine ambivalente Lage, so dass sein Engagement eingeschränkt wird.

Go to top