Überall in der Schule wird gespielt, musiziert, gesungen, gehämmert, gemalt, geschraubt, justiert, gefeilt: Alle sehen am Horizont die beiden Aufführungen am 16. und 23. Juli, für die jede/r bereit sein will. Wo sich alles zusammenfügt, die eine auf den anderen hört und schaut, auf dass sich aus dem Zusammenspiel und -wirken aller rund hundert Beteiligten das ganz Besondere eines Live-Erlebnisses ergebe, das denen, die zuschauen und -hören, Vergnügen machen und zugleich eine Verneigung vor Erich Kästner sein soll. Vor vierzig Jahren, am 29. Juli 1974, ist Erich Kästner gestorben und sowohl als Erwachsenen- wie als Kinderbuchautor hat er nichts von seiner Lebendigkeit und Frische eingebüßt. Schauspielernd, musizierend, singend und tanzend wollen Mädchen und Jungen des Gymnasiums Konz eben dies unter Beweis stellen. Dabei treffen die Jüngsten aus der 5. und 6. Klasse auf der Bühne mit Schülerinnen und Schülern aus Mittel- und Oberstufe zusammen und sogar mit einigen, die nach dem Abitur schon aus der Schule entlassen, aber mittels dieses Projekts noch präsent sind. Beteiligt sind drei Chöre des Gymnasiums, zwei für dieses Projekt zusammengestellte Instrumentalensembles, eine Tanzgruppe sowie die Schauspiel-, und die Technik-AG.

Zwei Handlungsstränge kreuzen sich hier. Zum einen ist das Kinderbuch „Pünktchen und Anton“ zu einem Musical mit vielen lustigen und auch anrührenden Liedern umgeschrieben worden. Und zum anderen wird Erich Kästner selbst die Bühne so betreten, wie man ihn Anfang der 30er Jahre in Berlin kannte: bei jedem Wetter mit Regenschirm in einem Café, Texte unterschiedlichster Art und Gattung schreibend und jeder Zeit bereit, mit Gedichten in einer Revue selbst aufzutreten. Dabei diskutiert er mit einer couragierten Elfjährigen über „Pünktchen und Anton“, begegnet Figuren aus seinem Roman „Fabian“ und auch solchen aus seinem eigenen Leben, wie z.B. seiner Mutter. Zuschauerinnen und Zuschauer werden versetzt in das Jahr 1931, erleben mit, was den Autor Kästner in diesem Jahr umtreibt. Damals feierten die Comedian Harmonists große Erfolge. Deren Lieder bilden das Rückgrat des Musicals, sozusagen den Grundakkord.

Darüber hinaus aber werden weitgehend Lieder gespielt und gesungen, die von Schülerinnen und Schülern aus Musikkursen des Gymnasiums selbst komponiert worden sind. Leicht kann man sich vorstellen, wie sehr die jungen Komponistinnen und Komponisten der Aufführung ihrer Lieder entgegenfiebern. Die Vorfreude aller Beteiligten ist groß und es wäre schön, wenn viele sich schon jetzt die Termine am 16. und 23. Juli vormerken würden, um an diesen Tagen mit dabei zu sein und sich von den Darbietungen der Jugendlichen begeistern zu lassen.

 

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