Anlässlich der Urban-Art-Biennale 2015 organisierten die Fachlehrer der Bildenden Kunst eine Exkursion nach Völklingen, sehr zur Freude aller kunstbegeisterten Schüler der Jahr-gangsstufe 13. Auch die frisch geschlüpften Leistungskursler der 11 hatten das Vergnügen.

Gleich am Anfang der 13 wurde uns die Möglichkeit geboten, das Klassenzimmer zu verlassen und vor anderer Kulisse zu lernen. Dazu trafen sich die aufgeführten Kurse am Morgen des 16.09.2015, unter Führung der Fachkräfte Frau Breit, Frau Swanson, Frau Szewzcyk und Herr Grade, um gemeinsam ins benachbarte Saarland zu fahren.

Die anfängliche Begeisterung erlitt schon frühzeitig eine Dämpfung. Neben prasselndem Regen kam zu allem Überfluss auch noch eine 20minütige Verspätung der Deutschen Vorzeigebahn hinzu. Doch kaum im Zug den Platz gesichert, konnte die Stimmung erneut durch Klatsch, Fachsimpelei oder ähnliches aufgefrischt werden. Vom Völklinger Bahnhof waren es schließlich nur noch wenige Meter, ehe man sich vor den Toren der Ausstellung zusammenfand. Kursweise wurden die Studienaufgaben besprochen, die Tickets ausgeteilt, die Drehkreuze passiert. Das eigentliche Abenteuer begann.

Großstadtkunst meets Stahlindustrie!“ so könnte man die Ausstellung samt Atmosphäre zusammenfassen. Knapp 120 Werke von 80 Künstlern und sechs Kontinenten gab es in der Völklinger Hütte, als Parcours aufgeteilt, zu betrachten. Großstadtkunst, bzw. fachsprachlich „Urban Art“, bezeichnet man eine sich stets weiterentwickelnde Kunst, die ihren Ursprung in den Straßen der New Yorker Bronx hat. Vertreter waren unter anderem Graffitis, Sticker und bearbeitete Werbeplakate.

Diese moderne Variante der Kunst schien den Schülern sichtlich zu gefallen, denn diese dokumentierten fleißig mit Block und Stift, genau wie mit ihren Smartphones. Nach drei Stunden hatte man den Rundkurs intensiv durchlaufen und konnte noch einen Abstecher in die Parallelausstellung „Schädelkunst“ unternehmen.

Mit der abschließenden Zugfahrt endete ein großartiger und zugleich lehrreicher Tag. Mein persönlicher Eindruck bestätigte sich sowohl durch Lehrer- als auch Schülerzungen, denn die Identifikation mit Urban Art fällt wesentlich einfacher als die mit der mittelalterlichen Kunst.   Die besondere Atmosphäre begünstigte dieses Erlebnis. Unglücklicherweise ermöglichte der heilige Petrus nicht das erhoffte Wetter, wodurch manche Abschnitte des Outdoor-Parcours nicht in der vollen Schönheit genossen werden konnten, dennoch war die Veranstaltung sehr gelungen.

 

 

 

Go to top