„Flüchtlinge in der Geschichte"… heißt eine Ausstellung, die kürzlich im Gymnasium Konz eröffnet wurde. Sie ist das Ergebnis von über einem Jahr Arbeit des Leistungskurses Geschichte 13. Gäste der Ausstellungseröffnung waren neben Schulleiter Wolfgang Leyes die Jugendmigrationsbeauftragte der Caritas Linda Feger sowie der Erste Beigeordnete der Stadt Konz Joachim Weber.

 

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Nach einer kurzen Begrüßung durch Kursleiter Bernd Blumenthal erläuterte der Schüler Michael Kautz die Konzeption der Ausstellung vor. In fünf Abschnitten werden große Migrationsbewegungen der letzten Jahrhunderte vorgestellt: die Flucht der Hugenotten aus dem Frankreich des 17. Jahrhunderts, die Flucht französischer Adeliger aus dem revolutionären Frankreich nach 1789, die deutsche Auswanderungswelle in die Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert, der Exodus der deutschen Juden zur Zeit des Nationalsozialismus und die Flucht der ‚Boatpeople’ genannten Vietnamesen nach dem Abzug der amerikanischen Truppen aus ihrem Heimatland im Jahr 1975. In allen Fällen werden in anschaulicher Weise die historischen Umstände nachgezeichnet, um dann ein Einzelschicksal vorzustellen.

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Dem Ausstellungsbesucher drängen sich unwillkürlich Vergleiche zur Flüchtlingswelle vom Herbst 2015 auf, die viele Menschen aus dem Kriegsgebiet im Nahen Osten nach Deutschland verschlug. Aber auch die Flucht von Millionen Menschen aus den deutschen Ostgebieten nach 1945 ruft sich in Erinnerung. Das Kernanliegen der Ausstellung besteht darin aufzuzeigen, dass die Flucht vor Krieg und Gewalt historische gesehen leider kein neues oder einzigartiges Phänomen ist. Immer wieder mussten Menschen ihre Heimat verlassen und ihr Leben aufs Spiel setzen, um gerade dieses zu retten.

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Linda Feger von der Caritas machte in ihrem Grußwort deutlich, wie aktuell das Thema ist, indem sie einen Einblick in ihre Arbeit mit jungen Flüchtlingen in Konz gab. Im Anschluss daran begrüßte Joachim Weber in seiner Eigenschaft als Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Konz die Initiative der Schüler zu dieser Ausstellung. Er betonte die Aktualität des Flüchtlingsthemas für die Stadt Konz und die Region und stellt in Aussicht, die Ausstellung in Kürze im Eingangsbereich des Rathauses einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Nach der Veranstaltung hatten die Schüler des Leistungskurses Geschichte die Gelegenheit, ihr Wissen über die Integrationsproblematik zu vertiefen. Frau Feger nahm sich eine Unterrichtsstunde Zeit, mit ihnen über ihre Arbeit mit jungen Flüchtlingen zu diskutieren. Hierbei wurden Themen wie die Verarbeitung traumatisierender Erlebnisse im Krieg und auf der Flucht angesprochen, aber auch die Wichtigkeit des Erlernens der deutschen Sprache und die Bedeutung einer Berufsausbildung für eine gelungene Integration.

 

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